Moritz Ulrich – Das Glück beginnt in dir
Shownotes
In seinem Buch „Das Ende deiner Suche – Yoga Sutra: Wegweiser zu einem erfüllten Leben“ beschäftigt sich Moritz Ulrich mit einer ebenso einfachen wie herausfordernden Idee: Vielleicht müssen wir gar nicht immer weiter nach Erfüllung suchen, sondern vielmehr wiederentdecken, was längst in uns steckt.
Ein Gespräch über Lebensentscheidungen und Selbstvertrauen, über Spiritualität ohne Dogmen, die Verbindung von Körper und Geist, den Mut zur Veränderung und darüber, warum ein erfülltes Leben möglicherweise weniger mit dem Haben als mit dem Sein zu tun hat.
Eine Folge, die zum Nachdenken anregt – und vielleicht sogar dazu, das eigene Leben einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Jetzt reinhören bei „So tickt Berlin“ mit Nicolai Tegeler!
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Erfahre mehr über Nicolai Tegeler als Schauspieler, Regisseur, Sprecher, Produzent und Moderator auf seiner Homepage: https://nicolai-tegeler.de
Podcast powered by: Intro- / Outro-Sprecher: Dirk Rabis https://derprberater.com
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer brandneuen Ausgabe von So Tickt Berlin.
00:00:03: Und ich bin heute mitten im Herzen von Berlins in Kreuzberg, ich glaube die Adresse darf ich sogar nennen in der Glogauer Straße, wo ich vor vielen Jahren hier sogar mal auf der Schauspielschule war und das war total spannend.
00:00:15: Denn ich habe mich natürlich gleich wieder verfahren, weil ich so lange nicht mehr hier war.
00:00:18: Ich war erst in der Ohlauer, die so ähnlich aussieht.
00:00:20: Ich sag mal, es sind so viele zwei Schwester an die Straßen und dann bin ich in einen Hinterhof gekommen.
00:00:26: Wie sind Kreuzberg oder wie Berlin so typisch?
00:00:28: Er öffnet sich hier ein Paradies und mein heutiger Gast, der hat wirklich einen Paradies geschaffen.
00:00:35: im weitesten Sinne Yoga-Paradies.
00:00:37: Es sind so schöne Räume!
00:00:39: Ich bin hier heute bei einem, ja ich würde jetzt mal mich ganz weit aus dem Fenster lehnen aber vielleicht unterbrichte mich gleich einen der bekanntesten und engagiertesten Yogalehrer, der gleich noch einen wichtigen Termin in der indischen Botschaft hat.
00:00:51: was wird einer von wenigen deutschsprachigen Yogalehren sein die in der Botschaft eingeladen sind.
00:00:58: Moritz Ulrich und ich finde es total spannend.
00:01:01: sag mir mal kurz Moritz du Du hast mir vorhin kurz im Gespräch dieser Raum, diese Räumlichkeiten.
00:01:07: Das ist ja nun nicht auch ganz einfach.
00:01:09: Ihr seid jetzt seit Jahrzehnteinzehn hier?
00:01:11: Ja!
00:01:11: Hast du diese wunderschönen Räume
00:01:13: gefunden?!
00:01:14: Ja also nochmal willkommen an dich auch von meiner Seite hier bei uns in Piessiger Berlin.
00:01:19: Ja wir haben damals ich habe ja Medizin studiert und hab dann überlegt was mache ich nach meinem Studium und wollte da nicht so gerne als so normaler Arzt in der Klinik arbeiten und hab aber schon viel länger Yoga unterrichtet, als ich Medizin studiert habe.
00:01:35: Und hatte auch schon mal ein Jogastudio, was ich mit eröffnet habe.
00:01:38: Das war also immer ein wichtiger Teil meines Lebens!
00:01:41: Ich hab dann doch entschieden wieder einen Jogarstudio aufzumachen... Wow!
00:01:45: ...und das hieß dann irgendeinen Ort zu suchen, wo man das machen kann.
00:01:50: Und ich war eigentlich mit Kreuzberg gar nicht so fein, weil mich ihn nicht so richtig auskannte.
00:01:57: meine Eltern kommen aus dem Süden von Treptow und da bin ich auch aufgewachsen.
00:02:01: Und dann zur Schule gegangen, bin ich im Friedrichshain in der Nähe vom Frankfurter Tor auf einem Musikgymnasium und alles andere kannte ich eigentlich gar nicht so richtig.
00:02:09: Dann habe ich lange inmitte gewohnt während meines Studiums am hackischen Markt also mittendrin in den ganzen touristischen Zentren und dachte immer so Kreuzberg weiß ich gar nicht genau ob ich dahin will und wo dann auch überhaupt hin.
00:02:25: Aber diese Flächen, in der wir jetzt sind, die kamen irgendwie immer wieder auf.
00:02:29: Dann haben wir sie uns ein paar Mal angeguckt zusammen mit meinem Partner Niklas ... Und ja, irgendwann hatten wir eine Fläche in Schöneberg gefunden eigentlich.
00:02:38: Das hat nicht geklappt, hat sich kurz vor Vertragsunterschrift zerschlagen.
00:02:42: Glücklicherweise könnte man sagen, aber so haben wir hierhin gefunden im Ort, wie du schon gesagt hast, sehr überraschend ist, weil man ihn von außen nicht sieht in diesem Hinterhof.
00:02:55: Er ist zwar im Erdgeschoss aber unglaublich hell.
00:02:57: große Fenster, große Räume und hier haben wir wirklich ein Luxus dass wir auch hier so einen großen Eingangsbereich haben indem wir gerade stehen mit einer Couch und es fühlt sich eher so ein bisschen zu hausemäßig an und riesige Umkleiden also im verhältnismäßig für Yogastudios zumindestens.
00:03:14: Also ja wir sind sehr glücklich das wir es gefunden haben können
00:03:19: und dürfen.
00:03:19: Wahnsinn, ich hoffe auch die nächsten zwanzig Jahre.
00:03:22: Mozi kommen wir mal zu dir.
00:03:25: Du hast gesagt du hast ein Studium der Medizin.
00:03:28: Hast du das abgeschlossen?
00:03:30: Ja, hast du tatsächlich ... du bist Arzt für?
00:03:32: Ich bin einfach nur Arzt.
00:03:34: In Deutschland ist ja so wenn man sein Studium beendet dann kann man seine Approbationen kommen oder lang muss man da nicht viel dafür machen und dann isst man Arzt hat aber keine weitere Bezeichnung also selbst einen allgemeinen Arzt hat sozusagen eine Facharzt-Ausbildung gemacht.
00:03:50: Also noch mal fünf, sechs Jahre irgendwo in Kliniken gearbeitet oder im Praxen gearbeitet und da ich das alles nicht wollte bleibt einfach der Tiedelarzt ... Wahnsinn bestehen!
00:04:02: Ist aus deiner Familie jemand in diesem Bereich?
00:04:04: Oder warst du tatsächlich schon immer Medizinaffin?
00:04:08: Ja also ich wollte schon immer medizin studieren.
00:04:11: Ich glaube schon seit der zweiten dritten klasse würde ich mal sagen Ich kann dir nicht so richtig sagen, warum.
00:04:17: Aber ich hab auch nie da irgendwas dran geändert an dem Plan und hab den auch nicht groß angezweifelt.
00:04:24: Und hab's dann einfach gemacht und fand es auch richtig gut.
00:04:27: Und wollte glaube ich mit Menschen arbeiten?
00:04:30: Das mach' ich ja heute auch insofern ist das gar nicht weit weg.
00:04:34: aber in der Familie außer jetzt Niklas mein Mann, der ist Arzt... Ja!
00:04:38: ...aber den habe ich ja erst keinem gelernt nachdem mich schon angefangen hatte zu studieren.
00:04:42: Spannend!
00:04:44: Was ich total toll finde, du hast sozusagen die Schulmedizin gelernt und bist wann genau in die Welt des Yogas getreten?
00:04:54: Also seitdem ich fünf, vierzehn, fünfzehn war vielleicht hatte ich Kontakt mit Yoga.
00:05:00: Erst mal eher mit so philosophischen Anteilen der Esoterik und dem Mystiker gar nicht so mit dem körperlichen Wofür es für die meisten Leute am ehesten bekannt ist, gerade zuhören.
00:05:13: Dann bin ich irgendwann in Jogharklassen gegangen und habe schon so mit siebzehn, achtzehn ungefähr angefangen meine ersten Klassen zur Unterricht.
00:05:20: Wow!
00:05:21: In der Schule erst und dann hab' ich mal einen kleinen Raum angemietet und dann irgendwo Klassen vertreten.
00:05:26: also ja jetzt schon ein bisschen über zwanzig Jahre.
00:05:29: Wahnsinn!
00:05:30: Wie siehst du so aus wie gerade bei Franzis?
00:05:32: Das ist doch toll!
00:05:33: Ist ja spannend echt aber... Ich find das total schmall.
00:05:37: Dass du auch als junger Mensch schon Zugang schon hattest, woher kommt denn der?
00:05:42: Ich kenne es an mir.
00:05:43: Mir hat man vielleicht eine ganz kurze kleine Anekdote zu mir, da hat er mal gesagt, du bist immer so hektisch mach mal mehr Yoga.
00:05:48: und es kam immer von einer bestimmten Dame die, als ich sie dann selber mal in einer Hektik oder einem hektischen Moment erwischt habe, weil ich gesagt macht doch mehr mit Yoga, dass ihr ausgerastet.
00:05:58: Also was mich so interessiert ist, bist ja noch jung und dann hast du diese Schulmedizin dass du so offen bist und warst für diese Yoga-Welt.
00:06:09: Das bin ich so spannend, wie kam das?
00:06:11: Ja gute Frage also ganz genau es gab jetzt nicht so einen richtigen Anders.
00:06:16: Ich habe mich sehr gern mit Dingen beschäftigt die man nicht so gut erklären kann.
00:06:21: Also ich hatte auch jemand in der Familie Die hat sich sehr mit solchen Sachen beschäftigt Hand auflegen oder Engel, das ganze Programm.
00:06:31: Also nicht so sehr eingeschränkt auf eine bestimmte Sache und es fand ich irgendwie als Jugendlicher spannend also... Ich glaube so ähnlich wie sich Menschen für Science-Fiction begeistern können, könnte ich mir vorstellen?
00:06:43: Und so war es dann zufällig dass ich mein Yoga Buch in der Hand hatte.
00:06:47: Das war jetzt nicht so ein gezielt Idee, jetzt mache ich mal Yoga und weil eben die Philosophie usw.
00:06:54: zuerst zu mir gekommen ist, ist es für mich und so jung auch.
00:06:59: Auch so klar irgendwie.
00:07:00: also das für mich ist jetzt da gar nicht so... Es gibt ja nicht so eine große Diskrepanz um Mitsachen weil ich bis dahin in dem Alter natürlich noch gar nicht viele andere Dinge aufgebaut haben ohne sie verhärtet haben an Meinungen Und auch das Medizinstudium war gar kein Widerspruch für mich.
00:07:17: Also
00:07:18: toll hat sich er ergänzt
00:07:20: Ja Oder es ist für mich einfach, ehrlich gesagt was völlig anderes.
00:07:23: Also weil Yoga für mich nie so eine Therapie war und glaube ich auch gar nicht is'.
00:07:29: Und so groß in seinen Ansätzen das alles da drin Platz finden kann also aus die Medizin oder alles andere auch.
00:07:37: Sagst du es gerne?
00:07:37: Was ist Yoga für dich?
00:07:39: Ja!
00:07:40: Also Yoga ist für meh' tatsächlich ... Eine Lebenseinstellung hört sich vielleicht immer ein bisschen abgedroschen an aber... Oder eine Lebensphilosophie.
00:07:50: Es i's ganz historisch betrachtet wirklich einen Weg zu einer Erleuchtung.
00:07:55: Was das ist, müsste man natürlich dann auch wieder hinterfragen und wahrscheinlich sehr lange darüber sprechen aber in eine Art und Weise die sehr praktisch ist und sehr viele erfahrungsbasierte wissenschaftliche Ideen eigentlich in sich trägt.
00:08:08: im Laufe der Jahrhunderte oder vielleicht Jahrtausende schon, in denen es Yoga in allen möglichen Versionen gibt und das mag ich eigentlich so davon also dass in so viele Ebenen unseres Daseins hinein schaut, das heißt der Körper oder der Atem oder der Geist oder der Umgang mit anderen und der Welt.
00:08:28: Und deswegen ist es glaube ich eher eine Ergänzung zu allem Anderen als so ein Ding für sich was dann so eine Ausschließlichkeit braucht.
00:08:36: Ich verstehe gerade in der heutigen Zeit wo wir immer oberflächlich hier miteinander umgehen und vielleicht auch sich selbst gar nicht mehr so richtig spüren können ist doch das wahrscheinlich ein Schlüssel und vielleicht eine, wie hast du es so schon gesagt, Erlösung oder Erscheine?
00:08:51: Oder wie auch immer zu finden.
00:08:52: Ja ja unbedingt.
00:08:55: also ich glaube das ist eines der größten Themen unserer Zeit dass wir mit uns selber nicht mehr so in Kontakt sind oder auch gar nicht wissen mit wem oder was soll man überhaupt jetzt in Kontakt gehen.
00:09:06: also was soll das überhaupt bedeuten und das dann auch nicht so intellektuell nur zu beschreiben das ist zumindest mein Ansatz sondern das eher erfahren zu können Weil ich glaub, der Verstand kann das dann schon irgendwie verstehen.
00:09:19: Ich bin nicht mehr so mit mir in Kontakt.
00:09:21: aber was bedeutet das?
00:09:23: Dann wirklich und auch in Kontakt mit anderen?
00:09:27: also der Umgang mit anderen gerade in so einer großen Stadt wie hier in Berlin finde ich du kommst ja auch aus berlin glaube ich Kann es ja auch sehr schnell sehr anonym sein.
00:09:35: und gerade weil so viel da ist ziehen sich die Leute vielleicht doch eher zurück oder keiner wie sich irgendwie mit jemandem verabreden oder alle warten noch auf das bessere Event, wo sie hingehen können.
00:09:47: Und das trägt natürlich dann noch mehr dazu bei, dass wir mit der Innen- und Außenwelt gar nicht mehr so richtig wissen ... Was machen wir da eigentlich?
00:09:55: Und wer sind wir da drin?
00:09:57: Haben dann noch Zehntausend Rollen und Identitäten im Leben und irgendwie geht's dann schnell mal durcheinander.
00:10:05: Gibt es Parkusbeispiele, wie du vielleicht auch ... Ich sag mal Patient oder Klient, oder Partner.
00:10:11: Also direkt im Yoga-Bereich sind es ja tatsächlich oft Jugerschülerinnen und Yogalehrende dann sozusagen auf der anderen Seite.
00:10:20: das ist natürlich ein sehr auch asiatisch in diesem Fall indisch geprägte Vorstellung von Lehrer und Schüler Modellen die auch zu Recht natürlich heutzutage immer mal wieder kritisiert werden oder die man vielleicht hinterfragen sollte, also dass welche Abhängigkeit eine Haar entstehen können.
00:10:39: Aber wie dem auch sei, wie man es auch nennt ich begleite auch Leute einfach bei Fragen, die dann vielleicht mit Yoga auf gar nicht zu tun haben und die kommen durch Yoga vielleicht zu mir Aber dann geht es meistens auch um sehr handfeste Dinge oder irgendwie in ihrem Job, oder im Beruf.
00:10:55: Oder Leute die viel arbeiten und viel zu tun haben und sich darin einfach verlieren und über Yoga praktischerweise dann meistens durch den Körper eigentlich erst mal kommen.
00:11:07: Das ist glaube ich was man leicht versteht.
00:11:09: Man bewegt sich – das kennt man ja nicht mehr aus dem Fitnessstudio oder aus dem Fernsehen und man will irgendwie fit sein und denkt jetzt bewege ich immer ein bisschen und da wird alles gut.
00:11:17: Zum Teil ist das ja auch richtig und stimmt.
00:11:20: Ich glaube aber, die eigentlich interessantere Arbeit begeben dann erst danach.
00:11:24: also wenn man sich traut auch mal so ein paar andere Sachen anzugucken.
00:11:28: wie was passiert eigentlich beim Kopf die ganze Zeit?
00:11:30: Was denke ich so die ganze zeit?
00:11:32: Wie atme ich?
00:11:35: Was passiert auch während ich mich bewege auf der Matte?
00:11:38: Das sind eigentlich die spannenderen Themen.
00:11:40: nur manchmal braucht es da so ein Paar Momente eben man dann sich dass auch
00:11:44: erlaubt.
00:11:47: Genau und auch überhaupt über den Körper hinaus denkt, also das ist ja schon diese Körperarbeit im Yoga kann auch schnell einfach zu einem Ersatz werden für all die anderen Besiedinge, die man so macht.
00:12:00: und das bringt dann halt nur unter und geht fünfmal die Woche ins Joghurtstudio schwitzt irgendwie es angestrengt und dann geht's gleich zum nächsten Termin und dann wird es vielleicht nur zur Ersatzhandlung für was anderes war mal vorher stressigerweise untergebracht hat.
00:12:15: Also das gibt es schon häufiger, als man so glaubt.
00:12:18: Ja, spannend!
00:12:21: Für mich war Yoga auch immer körperlich und natürlich hast du dein bewusst sein, dein geistiges Bewusstsein was du damit einnimmst.
00:12:28: Ich fand's aber sehr anstrengend wenn ichs gemacht habe und wurde dann sehr schnell ungeduldig.
00:12:33: Wie ist denn dein oder?
00:12:34: ich meine... was von so einem schönen, als wir uns kurz kennengelernt haben.
00:12:40: Darüber berichtet das sicherlich auch Corona viele Einstädte mit sich boden, sicherlich bei dir und es gab sich eine Zeit vor Corona nach Corona.
00:12:48: ich würde da gar nicht darauf eingehen.
00:12:50: was hast du oder was macht dich aus?
00:12:53: Oder was unterscheidet dich auch von vielen anderen abgesehen von diesem wirklich tollen Räum die wunderbar geschmacklich ist?
00:12:59: für mich gleichwohl man kommt rein Er kann erst mal den Alltag hinter mich bringen.
00:13:04: Wenn ihr die Chance habt, kommt hier nach Kreuzberg in die Glogoa-Straße neunzehnt.
00:13:08: Das kann ich euch wirklich ins Herz legen.
00:13:10: Es ist wirklich schön!
00:13:11: Einfach mal... Man kommt so an.
00:13:13: Ihr habt ja immer noch die Feuerwehr im Hintergrund gehört aber selbst die stört nicht.
00:13:16: So ist es echt toll.
00:13:17: Also so eine Frage Was macht dich anders oder was macht Dich aus?
00:13:24: Also, wenn ich zwei Teile einmal als Studio unterrichten werde in einer Methode oder Tradition oder Stil wie immer auch immer das nennen will.
00:13:31: Hat einen sehr schwierigen Namen Diva Mukti Yoga.
00:13:35: da sind wir das Diva mukti studio sozusagen in Berlin.
00:13:39: und was sich immer schon an dieser Methode mochte ist dass sie eben alle Dinge verbindet die Yoga so ausmachen.
00:13:46: also wir singen in unseren yoga stunden wir haben immer eine Meditation haben immer ne tiefen Entspannung teilen Yoga-Philosophie mit den Leuten.
00:13:54: Und gleichzeitig sind sie körperlich aber meistens ziemlich anstrengend, was es dann einfacher macht für die Leute erstmal einen Einstieg zu finden wie du gerade sagst.
00:14:02: das weil die meisten Leute wollen das eben auch und das ist so ein bisschen Trick natürlich man holt die Leute erst mal da ab von dem was sie kennen und was sie wollen und dann sind die anderen Kanäle glaube ich auch ein bisschen zugänglich lang Und ich hab grad mit vielen Leuten gesprochen in so Interviews, die wir gemacht haben.
00:14:18: Die schon lang bei uns sind.
00:14:19: und was alle gleich hatten ist sie kamen wegen der Körperlichkeit aber geblieben sind sie dann oft zum Beispiel wegen des Singens, was sie am Anfang richtig strange fanden und komisch.
00:14:29: Ja!
00:14:30: Und wegen der Dinge, die sie eher emotional berühren habe ich Aber der Einstieg ist eben der Körper ganz häufig... ...und ich glaube das is Das ist die eine Sache, also diese Methode sozusagen.
00:14:44: Die ich liebe und in der Ich mich auch zu Hause fühle.
00:14:47: Und was ich persönlich dann noch als Note mitbringe weil alle... Auch die wir uns unterrichten haben natürlich so ihre eigenen Dinge, die sie noch einfließen lassen Ist glaube ich dass ich möchte das Menschen-Dinge lernen Mit denen Sie selber dann auch umgehen können.
00:15:02: Also dass eben nicht ne Abhängigkeit entsteht Weder
00:15:05: von mir
00:15:06: auch noch von so ner Klasse.
00:15:07: Also dass es nicht so ist, ich muss jetzt dahin Sonst geht's mir wieder total schlecht, sondern dass man einfach empowert wird auch Werkzeuge an die Hand zu bekommen und es als Sprungbrett zu nehmen um so seine Dinge anzuschauen.
00:15:23: Die in seinem Innenleben vielleicht auch passieren.
00:15:26: also sich wieder vertrauen zu können mit dem was man so macht war das merke ich am häufigsten haben die Menschen wirklich Themen dass sie nicht mehr so richtig wissen wer sie eigentlich Sinn oder wer sie sein wollen.
00:15:38: Ich habe es gerade schon gesagt, die sind dann irgendwie Mutter und Ehefrau und Geschäftsführerin und alle möglichen Dinge gleichzeitig und wissen gar nicht mehr so richtig wo verorten Sie sich da eigentlich?
00:15:52: Und verlieren dieses innere Kraft oder Seele oder inneres selbst wie auch immer man's dann nennen will und haben da gar keinen Kontakt mehr zu.
00:16:01: und das führt dann kennen wir natürlich alle zu allen möglichen Dingen sei es Rückenschmerzen, Langschmerzen oder einfach Müdigkeit oder Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit auf allen Ebenen.
00:16:15: und da würde ich gerne oder sitze ich halt am liebsten an.
00:16:19: Also dass diese Yoga Philosophie auch einen Übertrag findet in das was wir heute in unserem Leben hier machen, dass wir nicht nur in eine Höhle gehen müssen sondern gucken was passiert wirklich um uns herum
00:16:29: starke
00:16:30: in unser modernen Stadtleben.
00:16:33: Und du hast gerade gesagt, ihr seid eines der wenigen oder das einzige Berlin-Studio mit dem
00:16:38: Diva Mukti Yoga?
00:16:39: Ja.
00:16:41: Wie bist Du darauf gekommen als man hat auch einen anderen Yoga-Weg?
00:16:46: Absolut!
00:16:47: Und es gibt auch ganz viele großartige Tolle andere.
00:16:52: Ich habe viel ausprobiert und ich habe es vorhin schon kurz gesagt, ich war auf einem Musikkamnajajom hab mich eben für diese Esoterik und Mystik so interessiert.
00:17:01: Und irgendwann war ich in der Diwung die Stunde, damals in dem einzigen Diwum die Studie außerhalb New Yorks.
00:17:07: Da kommte es nämlich tatsächlich her in München.
00:17:09: Und hab da dann auch dieses Gefühl gehabt, okay hier bin ich wirklich zu Hause weil da alles zusammenkommt was mich auch interessieren und was ich spannend finde.
00:17:19: Seitdem bin ich dann irgendwie geblieben und hab da mein Joghurt zuhause finden können.
00:17:26: Wie lange betreibst du das jetzt so professionell?
00:17:30: Also unterrichten, ja.
00:17:34: Seit zwanzig Jahren und hauptberuflich seit Ende des Studiums da sänzlich.
00:17:38: Wahnsinn!
00:17:38: Seit Jahrzehntausendreizien
00:17:40: genau.
00:17:40: Du hast vorhin gesagt, hast du auch ein paar Inspirationen bekommen auf deinen Indien-Reisen?
00:17:46: Ja
00:17:46: es
00:17:46: tatsächlich... Ach, das ist ja toll.
00:17:48: Kannst du doch mal drauf eingehen?
00:17:49: Ja,
00:17:49: total!
00:17:50: Ich
00:17:50: war selber tatsächlich noch nicht in Indien.
00:17:52: Ich liebe aber das indische Essen.
00:17:54: Gut jetzt ist es wahrscheinlich nochmal ganz anders im Norden wie im Süden und wenn Du im deutschsprachigen Raum indisch essen gehst, ist es vielleicht auch nochmal anders als in Indiens selbst.
00:18:02: Aber was fasziniert Dich an diesem
00:18:03: Land?
00:18:04: Ja vor allem ist das Essen schärfer meistens als hier.
00:18:06: Man sieht ich ja nicht so gerne Marc, insofern ist das immer so leicht.
00:18:09: Spannend, oder?
00:18:10: Und ja, ich hatte damals... Ich weiß gar nicht wie alt ich war.
00:18:14: Vielleicht so sechzehn, siebzehnte, da hatte ich meine erste Reise nach Indien zu einem Lehrer den ich in Berlin kennengelernt habe durch eine Freundin und der damals mittlerweile lebte in Deutschland aber der damals eben in seinem Heimatort Rishikesch im Norden Indiens unterrichtet hat und da war ich das erste Mal da oder war auch noch ein paar mal dort und Rishkesche muss man wissen nennt sich ja selber so Yoga-Hop Stadt der Welt.
00:18:38: Und da gibt es natürlich wahnsinnig viel von Erleuchtung in drei Tagen bis auch zu allen möglichen anderen Dingen und ich war schon lange nicht mehr da, mittlerweile ist das glaube ich sehr, sehr touristisch.
00:18:51: Es war damals schon was aber für den Anfang dann vielleicht ganz schön ist weil dann hat man so ein paar Dinge die man vielleicht von zu Hause gehen muss nicht gleich ganz so reingeschmissen wie in das schöne belebte Chaos Indien.
00:19:05: so will ich's vielleicht mal beschreiben.
00:19:07: Was ich von da eigentlich am ehesten mitgenommen hab, ist die Art und Weise wie Menschen mit ihrer Umwelt umgehen.
00:19:15: Also was ist zum großen Teil oft sehr voll und sehr chaotisch?
00:19:20: Gleichzeitig aber auch oft sehr langsam.
00:19:22: also Dinge dauern einfach irgendwie immer viel länger als man sich das so vor allem in der deutschen Mentalität vielleicht manchmal vorstellen würde oder wünschen würde... Und das fand ich eigentlich am ersten die Yoga also da zu sein und sich auch zu erlauben, sich dem hinzugeben.
00:19:40: Dinge da einfach ablaufen.
00:19:41: Ich glaube es in jeder Kultur so.
00:19:43: aber in Indien finde ich ist es nochmal, fand ich es von den Ländern die ich bereist habe am krassesten.
00:19:48: Und gleichzeitig dann aber die Auslebung auch von den hinduistischen Religionen, die so anders sind wie unsere.
00:19:55: Das ist dann in so einem Hindu-Tempel da sitzt halt dann auch jemand und liest irgendwie Zeitungen und es ist dann trotzdem irgendwie laut und hat nicht diese bedrohliche andächtliche Stimmung, die man vielleicht hier manchmal in so Gotteshäusern findet... ...und das fand ich irgendwie ganz cool dass das mehr Teil des Lebens ist und nicht so eine große Trennung
00:20:15: braucht!
00:20:15: Auch Yoga, das ist dann alles nicht so.
00:20:19: Ja, es hat nicht so diesen manchmal editären Touch den es vielleicht hier haben kann sondern die Leute machen's dann halt einfach und gucken was rauskommt.
00:20:27: Und dann triffst du wieder Leute die schon seit hundert Jahren dabei sind und wahnsinniges Wissen haben und ganz tief in dieser Praxis verwurzelt sind.
00:20:36: und alle sind aber irgendwie zusammen Und ich kann es nur jedem empfehlen, also hier nicht.
00:20:40: Ich glaube ist es braucht ein Einlassen sonst kannst du auch schnell sehr anstrengend werden.
00:20:46: Indien?
00:20:46: Ja genau Artsreise-Land.
00:20:48: Spannend!
00:20:50: Wo muss man?
00:20:50: auf jeden Fall sogar in die Yoga Hauptstadt?
00:20:52: aber was hat dich noch... Was hat dich noch fasziniert?
00:20:55: Das warst du in Neudehli, was du ...
00:20:56: Ich war kurz in Neodehli ehrlich gesagt.
00:20:58: Da haben wir uns im muslimischen Teil von Dehli in so einem Zug nennen, die sind klein hingassen.
00:21:06: Plötzlich sehr verlaufen und damals war es nicht so, dass man überall Handy empfangen hatte oder Internet hatte.
00:21:12: Und das war schon kurz auch ein bisschen ... bedrohlich irgendwie neben geschlachteten Lämmern und alle möglichen dann in der Hitze, in so ein Meter breiten Gängen da rum zu laufen.
00:21:22: Aber wir haben den Weg rausgefunden und das war
00:21:25: auch nicht gut.
00:21:26: Und sonst war ich jetzt eher in Südindien unterwegs in der Nähe von Mumbai weil ein Teil der Jivamukti Ausbildung dort an einem ganz wunderschönen Ort stattfinden, von denen ich eben immer mal wieder teil bin Ja, ist dann nochmal wieder ganz anders.
00:21:41: Weil das Essen ist dann wirklich sehr anders in Südindien eben noch viel schärfer und hat eine ganz andere Kulturmischung auch durch die verschiedenen Kolonialmächte, die immer mal wieder ein- und ausgegangen sind.
00:21:54: Und ja ich glaube überall ist es gut also so riesig!
00:21:59: Ich mache nächstes Jahr das erste Mal richtig so ne Yoga Studienreise mit.
00:22:02: da freu' ich mich jetzt schon drauf... Auch im Südosten Indiens Und bin da schon ganz gespannt, wie
00:22:08: das so wird.
00:22:09: Das ist so toll!
00:22:09: Du machst das seit zwanzig Jahren, was ich aber immer wieder raushöre aus deinen Ausführungen, dass du ja auch schon immer noch nicht angekommen bist und dann immer weiter lernst?
00:22:19: Ja, und will dich auch gar nicht.
00:22:20: Also ankommen... Ich weiß es hier auch immer so ein Wort, ne?
00:22:23: Geh mir erst mal an,
00:22:24: wo
00:22:24: hin?
00:22:25: Genau.
00:22:25: Und wenn man dann angekommen ist, was ist dann?
00:22:27: Hier ist der Stillstand.
00:22:29: Und ja, ich liebe das.
00:22:30: Ich liebe neue Sachen zu lernen und auch abenteuerlustig zu bleiben und auch so eine spielerische Idee vielleicht beibehalten zu können.
00:22:41: So mundig kann, wenn ich mich ertappe dass es dann weggeht, zu versuchen da wieder hinzukaufen.
00:22:46: Und das hoffe ich für die Menschen, die zu mir kommen, dass man Dinge offen lässt, dass nicht immer endgültige Antworten haben muss sondern dass sich mehr erlaubt in alle Richtungen zu denken was glaube So in Zeiten von Social Media vor allem sehr verloren gegangen ist, da ist man entweder Team dafür oder Team dagegen.
00:23:08: Aber es gibt selten irgendwie was dazwischen.
00:23:11: und wenn dann sollte man's bloß nicht teilen weil dann wird man halt hin- und hergerissen von den anderen Leuten die einen rüberholen wollen.
00:23:18: Und ja das finde ich ein ganz spannendes Thema für mich und für meine Arbeit auch.
00:23:22: Toll!
00:23:23: Also ich sage jetzt so mal du das Kind bewahren.
00:23:25: Ja also mal neulierig bleibt dass du nicht stehen bleibst dass du dich auch immer gerne mal wieder hinterfragst und ankommst, ist für mich auch ganz schlimm.
00:23:33: Man kann hoffentlich sicher wo ankommen im Urlaub dann hoffentlich sich erlanden ja aber ich bin gerne immer unterwegs also ich möchte gar nicht rasten also weiß was ich meine das vielleicht mal kurz sich bewusst werden, wo man steht.
00:23:48: Das ist toll und damit erläuchtest du mich ja jetzt schon ein bisschen, weil mich das ganz da anmacht.
00:23:53: Du hast einen Buch geschrieben was ich in dieser Stelle einmal erwähnen möchte, dass Ende deiner Suche... Wie ist das entstanden?
00:23:59: Also es steht noch der Zusatzwegweiser zu einem erfüllten Leben.
00:24:02: total spannend.
00:24:03: im Prinzip ist das auch so mal eine Motivation warum ich diese Podcasts mache.
00:24:07: aber hier hast du nochmal schriftlich verfasst oder worum geht's da in diesem Buch?
00:24:11: Also es ist natürlich ein großes Versprechen, was ich da abgebe auf dem Titel.
00:24:16: Aber ich hoffe eines, das Menschen auch anspricht.
00:24:19: Vielleicht glaube ich, dass ist so.
00:24:20: das, wonach wir oft suchen sind so Wegweiser und ich mag das Wort auch sehr, weil es in der einen Mehrzahl irgendwie... funktioniert.
00:24:29: und der Text auf dem das basiert ist so ein alter Yoga-Text, der heute in Yoga Ausbildungen hoch und runter sozusagen behandelt wird und sehr populär ist.
00:24:37: Damals war es nicht unbedingt das Yoga Sutra und ich mochte das schon immer als Text weil er sehr alt ist also ungefähr zweitausend Jahre weiß man nicht so genau aber auf der anderen Seite sehr modern weil er so zeitlos geblieben ist.
00:24:51: Und deswegen habe ich mich so sehr gefreut, dass der Verlag eben gefragt hat ob ich Lust habe zu diesem Text den ein bisschen aus der akademischen Welt rauszuholen.
00:25:02: und das hab' ich versucht.
00:25:03: Also ich hab' versucht mit meinem eigenen akademischem Anspruch gerecht zu werden, so viel wie nötig, so verse aus einem Text auch so darzustellen haben eigentlich gemeint sind und dann aber gleichzeitig auch meine Ideen dazu zu geben.
00:25:18: Was könnte man da heutzutage mit anstellen?
00:25:20: Und wie kann man die benutzen?
00:25:22: Spannend!
00:25:22: Und welche Ideen kann man irgendwie daraus schussfolgern, sodass ich hoffe – und die Rückmeldung sieht auch so das selbst Leute, die jetzt mit Yoga eigentlich nichts zu tun haben nicht abschrecken lassen.
00:25:32: von den paar Sanskrit-Worten, die da mal drin stehen können wir einfach überspringen.
00:25:36: Aber dass da noch genug anderes drin ist, toll, mit dem man was anfangen kann, auch wenn man jetzt gerade keine Yoga-Lehrerausbildung
00:25:43: macht.
00:25:43: Das kann ich mir entweder hier abholen bei dir in der Glogauer Straße, in Kreuzberg oder ich gehe in die einschlägigen Buchhandlung über Annesun...
00:25:51: Genau!
00:25:51: ...das Ende deiner Suche Moritz Ulrich.
00:25:54: Spannend.
00:25:55: Oder auch als Hörbuch wenn ihr lieber hört hast
00:25:57: du es eingelesen?
00:25:57: Ja ja ich habe selber eingeleset genau
00:25:59: Ja, das finde ich auch richtig toll.
00:26:03: Wie war es für dich?
00:26:04: Es ist nicht einfach, oder?
00:26:06: Ich fand's total gut!
00:26:08: Weil ich zum Glück viel mit meiner Stimme arbeite.
00:26:10: Das hat natürlich ein bisschen einfacher gemacht.
00:26:13: Mir sind da noch mal ein paar Sachen aufgewahlen, wo ich dachte... hätte ich vielleicht auch mal anders geschrieben.
00:26:17: Es ist ganz spannend, wenn man das liest... Wenn man es spricht, ist es anders als wenn man es liest.
00:26:22: Interessanter Reise!
00:26:23: Aber ich fand schön dass wir so Meditationen und so angeleitete Sachen dann da auch unterbringen konnten.
00:26:28: Toll was im Buch natürlich nicht funktioniert, sodass ich glaube dass das nochmal so ein extra Mehrwert hat für die Leute, dass sie sich von mir dadurch leiten lassen können durch bestimmte Übungen.
00:26:39: Spannend,
00:26:40: also ich habe jetzt schon richtig Lust zu dir mal in eine Probestunde zu kommen und mir das mal anzugucken und auch mal selbst zu fühlen, weil ich ja auch oft so... naja lost ist glaube ich zu viel.
00:26:51: aber so rumwirbeln und ich glaube da mal wieder sich die Zeit zu nehmen.
00:26:55: Ich mache das ein bisschen mit Sport indem ich mir meine Zeit nehme und sage da bin ich dann bei mir Wahrscheinlich bin ich da ganz falsch, aber Yoga hat ja auch was gerade mit mir zu tun.
00:27:04: Das heißt, ich nehme dann meine Yoga, also einige meditieren oder gehen zu dir.
00:27:09: Ja macht halt mein Sport oder weiß ich leg mich einfach mal kurz hin und mach nichts weiter außer mit mir so zu sein.
00:27:15: schon ganz viel.
00:27:19: Der Podcast heisst ja Sotik Berlin Du bist ein Berliner.
00:27:24: Das finde ich was ganz Außergewöhnliches, weil ich habe ganz oft Gäste die entweder dazukommen oder gar nicht unbedingt hier geboren sind.
00:27:31: Du kennst diese Stadt quasi auch noch vor und nach dem Fall der Mauer?
00:27:35: Also ja ein... Ich war zwei als die Mauer gefallen ist insofern.
00:27:39: Aber wie nächstes sozusagen!
00:27:41: Und natürlich auch durch meine Eltern, die dann die größte Zeit ihres Lebens hier in Berlin oder im Ostteil Berlins gelebt habe.
00:27:48: Es ist natürlich dann auch schon so, dass ich eher mit dem Ostteil der Stadt aufgewachsen hin, weil es dann gar nicht so viele Verbindungen gab in den anderen Teilen in den ersten Jahren.
00:27:58: und ja deswegen ist es natürlich Kreuzberg hier ein großer Schritt Grasi in den westen Teil übergesprungen zu sein.
00:28:08: Und ja, ich mag die Stadt total gerne Reise wahnsinnig gern, aber komme auch immer wieder sehr gerne hierhin zurück.
00:28:17: Also weil ich glaube das ist eine Stadt die alle Möglichkeiten bietet wenn man sie sucht und wenn man Sie dann findet und gleichzeitig aber auch wahnsinnigt entspannt sein kann.
00:28:29: also gerade im Vergleich, heißt nicht Paris London New York und so alles ganz schön Aber auch irgendwie immer anstrengender finde ich.
00:28:36: Hier hat man ja doch viel mehr ruhige Momente Und selbst so im Stadtzentrum ist es irgendwie, wo auch immer das dann ist.
00:28:44: Da haben wir ja gar nicht so richtig aber ... Ist es dann irgendwie ganz angenehm und entspannt?
00:28:51: Ja ich mag die unterschiedlichen Bezirke und dass man
00:28:54: irgendwie
00:28:54: sehr viel Diversität
00:28:57: finden
00:28:57: kann in Anführungsstrichen vielleicht.
00:29:01: Wir sind jetzt ja mitten in Kreuzberg und in der Nähe von Paulinkufer.
00:29:04: natürlich ist es hier divers Aber auch in sich dann irgendwie wieder sehr gleich.
00:29:08: Natürlich ziehen einzelne Ortsteile dann auch irgendwie die gleichen Leute an.
00:29:12: Das stimmt
00:29:13: ja.
00:29:14: Ja, aber ich finde das nicht schlimm.
00:29:16: Also dann geht man halt woanders hin, wenn man woanders drauf Lust hat.
00:29:19: Das
00:29:19: macht ja Berlin ein bisschen aus dass es keinen Zentrum hat eigentlich.
00:29:22: Wir haben ja alle unsere und hier kommen gar nicht aus ihren sogenannten Kiezern heraus.
00:29:26: Da gehör' ich manchmal auch dazu, dass ich mich sehr wohl fühle in meinen Kiezen jeweils, obwohl ich auch viel umge... umhergezogen bin, innerhalb dieser Stadt.
00:29:34: Aber für mich war Berlin immer wenn ich weg bin vermisse ich es und wenn ich hier bin, weil ich irgendwie gestresst.
00:29:38: Das heißt, ich bin gerade in so einer Ambivalenz momentan, hält das sich die Waage?
00:29:42: eigentlich möchte ich gerade wieder weg?
00:29:43: Ich habe eine Reiselust und hab's aber gar nicht geschafft beruflich viel wegzukommen also viel beruflicher unterwegs, aber nicht im Urlaub.
00:29:50: Ja, aber spannend!
00:29:53: Gibt es noch was wo du sagen würdest dass musst du als Berliner mal gemacht haben oder ist das so typisch?
00:30:01: Genau, dass ist die erste Frage.
00:30:02: und die zweite Frage.
00:30:03: Gibt es für dich eigentlich noch so eine Unterteilung in Ost und West oder ist das sowieso eins?
00:30:08: Also für mich ist es absolut eins und war's auch immer würde ich sagen.
00:30:13: also wenn Leute das jetzt nicht extra ansprechen Es ist schon so, weil ich nun die meiste Zeit in Mitte gewohnt habe wo ich zwar direkt an der Grenze zu Neukölln und Kreuzberg treibt, aber doch immer eher sozusagen in der ehemaligen Auszeit gewohnt habe.
00:30:31: Dass ich einfach im Westteil des Stadts nicht so oft bin.
00:30:33: also weil wenn ich mir jetzt irgendwie was suche dann such' ich mir nicht etwas irgendwie vierzig Minuten weg.
00:30:40: Und gleichzeitig hab ich da überhaupt keine weder im Kopf noch gefühlte Trennung.
00:30:46: Und was man unbedingt gemacht haben sollte, wäre der schlechteste Ansprechpartner für.
00:30:51: Weil ich so viel gerne mache und habe ein unglaubliches Problem damit.
00:30:55: Dinge ... So eins zu ordnen?
00:30:59: Ich mag die kreative Szene.
00:31:02: Wir haben zum Beispiel einen Abo in der komischen Oper und das ist natürlich total luxuriös dass wir überhaupt hier so viele Opernhäuser haben.
00:31:11: Ich mag das, dass man so ein Abo da hat.
00:31:13: Ich glaube es gibt's jetzt gar nicht mehr leider aber dann hat man eben für einen Jahr so feste Termine weil ich glaub sonst würde ichs nicht machen vielleicht und dahingehend aber dass man da die Chance hat überhaupt so viele tolle Menschen und KünstlerInnen zu sehen Und auch Dinge, die an den Anfang nicht mal so gefallen oder die irgendwie bisschen absurd sind.
00:31:31: Aber das finde ich gut.
00:31:34: Es kann noch ein bisschen erschlagen Weil es so viel Optionen gibt Und ich glaube wenn man Besuch, Berlin-Besuch sollte man sich trauen.
00:31:44: Dass man auch mal in die Bezirke geht, die vielleicht nicht unbedingt im Hipsel oder auch nicht unbedingt in so einem Reiseführer stehen.
00:31:52: Also klar gibt es irgendwie Brandenburger Tor und Fernsehturm und also die üblichen Sachen.
00:31:57: aber sich Zeit zu nehmen ich glaube da braucht wahrscheinlich Zeit die einzelnen Bezirkungen mal zu erforschen kann glaube ich ganz angenehm sein ist in jeder Stadt so denke ich Stimmt!
00:32:07: Da mehr einste tauchen.
00:32:08: Voll, also gerade Paris oder London.
00:32:11: Aber Berlin ist da auf jeden Fall auch Vorreiter.
00:32:13: Sag mal, im Moritz gibt es noch was in deinem Yoga-Leben?
00:32:18: Oder vielleicht auch als Moritz persönlich noch etwas, was du Ziel ist und was du noch gerne erreichen möchtest, wohin du gehst und gleich die Frage dahinterher... Was tust du dafür?
00:32:29: Ja.
00:32:30: Also ich würde gerne noch mehr Analoge-Räume schaffen.
00:32:35: Also weil ich merke, dass ich bin zwar sehr viel online und habe auch sehr viele Online-Angebote.
00:32:39: Aber irgendwie merk' ich das so der direkte physische Kontakt doch nochmal andere Ebenen bieten kann in denen ich mich dann auch sehr wohl fühle in der Arbeit mit Menschen.
00:32:51: Und ich würde gerne diese Yoga-Idee ein bisschen rausbringen aus der Yoga.
00:32:57: Also weil in der Yoga-Welt, okay da sind Leute einigermaßen so bewusst und dann sind sie deswegen schon da.
00:33:02: Aber wie erreichen wir jetzt die Leute, die eigentlich die gleichen Probleme haben oder vielleicht noch mehr?
00:33:07: Und ohne immer diese Yoga Begriffe zu haben, die auch abschrecken können und wo dann Leute denken, oh nee mit Yoga will ich's nicht tun haben.
00:33:15: Also wie geht das?
00:33:17: Und auch – Ich merke es!
00:33:19: Wir haben hier viele Leute hier, so standardmäßig erfolgreichen Berufen sind und auch wirklich sehr unter Strom stehen.
00:33:28: Und das ist natürlich ganz schön, weil da baust oft gar nicht viel!
00:33:31: Also weil da ist so wenig an Bewusstsein manchmal da dass es nur ein kleines bisschen braucht um dann schon große Wirkung zu haben.
00:33:40: aber in diese Welt würde ich gerne noch mehr eintauchen also die ganze Business Welt.
00:33:47: Da gibt's ja auch wirklich viel Quatsch, für den die Leute unglaublich viel Geld ausgeben und da würde ich mir mittlerweile zu trauen, dass sich da irgendwie was beisteuern kann, was gut ist und was den Menschen vielleicht ein bisschen dabei hilft weiter erfolgreich zu bleiben und trotzdem in ihrem Leben also im Körper leben und gedanklichen Leben erfolgreich.
00:34:08: zu seinen Anführungsstrichen das in Balance halten zu können.
00:34:13: Und was ich dafür tue?
00:34:16: alles mögliche eigentlich.
00:34:18: Also ich mache immer weiter, also ich bin da sehr vielschichtig unterwegs.
00:34:26: Ich bin auf Instagram unterwegs probieren und vielleicht jetzt auch mal ein YouTube-Kanal aus und so Sachen.
00:34:32: als ich wieder irgendwie sehr offen Dinge auszuprobieren habe ja auch während Corona oder nach dem Podcast gestartet der gerade so eine kleine Pause macht will ich mal sagen aber wir machen sehr viele Dinge einfach Freude Und deswegen versuche ich da auf vielen Ebenen dabei zu sein.
00:34:49: Das Buch, klar war natürlich auch irgendwie ein Teil, davon in die Welt nach draußen zu gehen.
00:34:55: Ich reise dann noch viel unter Richter an den Städten und werde eingeladen in so Yoga-Studios oder Events oder verschiedene Dinge um da irgendwie meinen Beitrag zu leisten.
00:35:06: Und das mache ich sehr gerne!
00:35:08: Und freu mich auf all das, was da noch so kommt.
00:35:11: Spannend!
00:35:12: Moritz ich könnte ewig so weitermachen.
00:35:14: Du bist eine sehr inspirierende Persönlichkeit.
00:35:16: es macht echt spannend also ist es für mich total... Ich nehme es sehr an du hast schön man hört dir gerne zu.
00:35:23: Man hört, dass du mit deiner Stimme gearbeitet hast.
00:35:25: Es ist so lustig, dass Leute mal zum gekommen sind oder den Podcast machst.
00:35:28: dann hörst du dich gar nicht an weil ich komme eigentlich aus dem Schauspiel und ich sage ja aber hier bin ich als privater Mensch.
00:35:32: Also ja möchte, dass wir hier auf einer Ebene sind Da bin ich hier nicht jetzt Schauspräsent.
00:35:36: Ich bin hier als Nico Das spreche ich halt so wie ich spreche.
00:35:40: Und das macht es aber bei dir auch sehr authentisch, sehr ehrlich und ja... Ich bin irgendwie jetzt schon tiefen entspannt!
00:35:47: Also dafür danke ich dir.
00:35:49: Hast du noch ein paar letzte Worte?
00:35:52: Letzte
00:35:52: Worte?!
00:35:53: Mir fiel gerade noch spannende Sachen an und dem als Schauspieler war das irgendwann später nochmal besprechen.
00:35:56: Einfach ich komme
00:35:56: gerne wieder
00:35:57: weil das finde ich interessant.
00:35:58: also wenn man da ja gerade absichtlich in diese verschiedenen Rollen schlüpft Und dann wieder nicht.
00:36:05: Das habe ich oft schon bei Schauspielern bemerkt, dass ja oft auch eine sehr strenge Trennung stattfindet zwischen der Rolle und der Person.
00:36:15: Manchmal finde ich das so, dass ich denke jetzt entspannt euch mal.
00:36:19: Definitiv!
00:36:20: Ich finde du sagst, du bist trotzdem immer noch du.
00:36:24: Ja bin ja ich.
00:36:25: Es gibt ein schönes Beispiel.
00:36:27: wenn es vielleicht passt ... Na doch, ich sag's erst mal, wenn wir eine Mörder spielen.
00:36:32: frag ich mich immer, okay warum?
00:36:34: Was würde ich in der Situation und welche Motivation habe ich diese Waffe in die Hand zu nehmen und jemanden zerschießen.
00:36:41: Also wie würde ich das noch in der Sammelität ... Und wie
00:36:43: du
00:36:44: wahrscheinlich auch im Yoga verschiedene Wege zum Ziel fühlen gibt es ja am Schauspiel auch unterschiedlichste Wege.
00:36:51: Ich finde sie manchmal schon nur noch transparent bleibt.
00:36:52: So
00:36:52: durften!
00:36:54: Ja unbedingt glaube ich auch.
00:36:56: Und was das auch mit einem macht also es gehen ja schon viele Kolleginnen wahrscheinlich von dir, wo das dann auch zu einer groß so großen Diskrepanz wird.
00:37:04: Dass die eben gar nicht mehr wissen was so passiert.
00:37:09: und ja es ist hier ganz spannend, dass fällt.
00:37:11: Auch wie du gerade gesagt hast, Schauspielerinnen reden privat oder manchmal sehr zurückgezogen sind und sehr introvertiert und auf der Bühne ganz anders ... sind.
00:37:23: Also ja, das ist ein spannendes Thema auch im Zusammenhang mit all dem was ich so bei Menschen beobachte weil die dann zu Schauspielern manchmal werden in ihrem Leben gewollt oder ungewollt.
00:37:35: Aber genau!
00:37:36: Das wäre etwas für den zweiten Teil.
00:37:38: und sonst letzte Worte?
00:37:39: Ja also alle die Lust haben Yoga auszuprobieren mein großer Tipp ist immer probiert unbedingt viel aus, nur weil es mal bei einem Ding vielleicht nicht so Spaß gemacht hat oder euch nicht gefallen hat.
00:37:48: Das ist einfach so unterschiedlich.
00:37:50: das macht's ein bisschen tricky auch für Leute rauszufinden wo geh ich eigentlich hin?
00:37:55: also unbedingt mehrmals irgendwo hingehen.
00:37:57: was kann sehr langsam sein?
00:37:59: Es kann sehr andächtig sein mit Musik sein es kann ohne Musik sein, es kann schweißtreibend sein es können irgendwie mit Socken an sein oder nicht und so gibt eben so viele etwas tolles.
00:38:09: aber deswegen ja nicht gleich frustriert aufgeben Wenn man einmal irgendwo war.
00:38:14: Das sollte man generell sowieso nicht und wenn man hingefallen ist, wieder aufzustehen das ist die wichtigste.
00:38:19: Moos ich danke dir sehr!
00:38:21: Du hast jetzt noch einen wichtigen Termin.
00:38:22: grüßt den Botschafter.
00:38:24: Ich komme sehr gerne wieder.
00:38:25: wir bleiben also bitte in Kontakt dich.
00:38:27: Ihr werdet dich auch bei Instagram einfach mal anschreiben und adden.
00:38:32: Ich werde dein Buch lesen und freue mich über dieses Gespräch und dich kennengelernt zu haben.
00:38:37: Danke!
00:38:39: Und euch da draußen denkt daran, bleibt zuversichtlich und fröhlich.
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